Ereignisse des Jahres 1898
Am 09. Juni 1898 wird der Schäfer Heinrich Seeger von Rothfelden, im Dienst bei Schafhalter Hirschwirt Neuffer in Kuppingen, samt seinem Hund und 42 Schafen unter der Linde am Kuppinger Weg vom Blitz erschlagen (Schäferlinde). Der Platz dieser Schäferlinde wird schon in der Kieserschen Forstkarte von 1683 als Standort "von Linden" bezeichnet.

 19.01.1898 Beschluss: Wenn der Gäubote nicht 50 % Rabatt auf die Anzeigen des Liederkranzes gewährt, wird nicht mehr inseriert und die Mitteilungen durch den Vereinsdiener ausgetragen.
23.01.1898 Generalversammlung im Gasthof "Zum goldenen Ochsen". 
23.02.1898 Gründung des Schönbuchgaus bestehend aus den Gesangsvereinen der Oberämter Böblingen und Herrenberg.
Vorstand Wirt Kissel, Böblingen
Dirigent Hauptlehrer Schaupp aus Sindelfingen
Schriftführer Stadtaccziser Helfs aus Böblingen.
12.03.1898 Der Verein singt bei der Hochzeit der Tochter des Mitglieds Kopp zwei Lieder. In Anerkennung für diese Leistung hat die Mutter der Braut die Sänger für den 19. März zu einem Glas Bier eingeladen. Dieser Einladung haben dieselben pflichtschuldigst Folge geleistet.
23.04.1898 In der Singstunde wird von einigen Sängern die Frage gestellt, ob es nicht zweckmäßiger wäre, einen Bezirksverein zu gründen anstatt dem Schönbuchsängerbund beizutreten. Der Grund für diese Anfrage liegt in dem Passus der Statuten "Der Vorstand und der Dirigent MÜSSEN aus den Vereinen des Oberamtes Böblingen gewählt werden, der Sekretär und der Kassierer KÖNNEN aus dem Oberamt Herrenberg kommen"!
01.05.1898 Man beschließt, dem Schönbuchgau vorerst nicht beizutreten.
08.05.1898 Die Vereine des Oberamtes Herrenberg beschließen die Gründung eines eigenen Bezirksvereins. Dem anwesenden Vorstand des Böblinger Vereins war diese Entscheidung nicht willkommen und er setzte durch, dass dieser Beschluss bis nach dem Böblinger Sängerfest mit feierlicher Gründung des Schönbuchgaus ausgesetzt wird.
15.05.1898 Zu Beginn des Böblinger Sängerfestes wird die Gründung des Schönbuchgaus nach den beschlossenen Satzungen durchgeführt. Kein Verein aus dem Oberamt Herrenberg ist beigetreten!
Bei dem anschließenden Sängerfest sollte Herrenberg als einziger Verein aus dem Gäu singen, doch ergab sich, dass nur drei Sänger anwesend waren. Die übrigen Sänger hatten es vorgezogen, in den Böblinger Wirtschaften zu bleiben als ihrer Pflicht zu genügen. An 10. Stelle wurden die Herrenberger noch einmal aufgerufen, dabei ergab sich, dass nur noch zwei Sänger zugegen waren! Das Singen musste von Böblingen übernommen werden. Abends gegen 9 Uhr kehrte der Verein zurück.
16.05.1898 Der Vorstand, der Direktor und der Sekretär haben wegen der Vorkommnisse in Böblingen dem Verein schriftlich die Niederlegung ihrer Ämter angezeigt.
  Vorerst letzter Eintrag für 1898. Scheinbar hat man sich aber in den folgenden Monaten wieder zusammengerauft, im Februar des folgenden Jahres gab es schon wieder eine Veranstaltung.

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