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Der Liederkranz Herrenberg e.V., heute mit seinen beiden
gemischten Chören Lieder und Co. und dem Pop- und Gospelchor Voices
ltd., sowie dem Jugendchor No Names und dem Kinderchor Ki-Cho-Bello
wurde als Männerchor nach mehreren Versuchen als Liederkranzgesellschaft und
letztlich als Liederkranz Herrenberg am 24. Juni 1843 gegründet. Der Name, der
gewählt wurde, folgte dem Trend der damaligen Zeit. Anzumerken sei hier, dass
es schon vor 1843 ein Vereinsgebilde namens Liederkranz gegeben haben muss. Im
Protokollbuch gibt es einen Eintrag vom 3. Juni 1840, in dem „die Statuten der
früheren Liederkranzgesellschaft ... als nicht ausreichend angesehen
(werden)“. Es gab Einzelunterricht für weniger Geübte sowie eine gemeinsame
Probe pro Woche. Bis 1842 hat sich dieser kleine Chor jedoch mangels genügend
Mitgliedern wieder aufgelöst. Am 31. Juli 1842 wurde erstmals wieder über neue
Statuten beraten. Als Director wurde Stadtmusikus Wörner auserkoren. Eine
eigene Vereinsfahne im Wert von 82 Gulden wurde am 1. Mai 1843 am „alten
Rain“ geweiht. Im nächsten Monat
wurde Reallehrer Jäger zum Vorsitzenden gewählt. Als Kassierer wird Bierbrauer
Wiedmann erwähnt. Schon in der ersten Satzung des neuen Vereins wurde
festgelegt, dass wertvolle Chormusik und Chorwerke bevorzugt zur Aufführung
gelangen sollen. Damit war der Inhalt der Chorproben zum größten Teil
festgelegt. Nach dem Studium der Protokollbücher, die im übrigen lückenlos
vorhanden sind, hat man sich im wesentlichen an die selbst gesteckten Ziele
gehalten. Schon 1845, also zwei Jahre nach der Gründung, wurde das Musikwerk
Die Glocke von Krienberg im ausverkauften Rathaussaal vor wahrscheinlich
handverlesenem Publikum aufgeführt. Einen größeren Saal gab es zu dieser Zeit
nicht in Herrenberg. In der Folgezeit versuchten die jeweiligen
Vereinsverantwortlichen den Verein zeitgemäß den Gegebenheiten anzupassen,
ohne dabei natürlich die Identität und die Ziele aus den Augen zu verlieren.
Man hatte immer wieder feststellen können, dass der Zulauf an aktiven
Chormitgliedern dann am größten war, wenn man qualitativ hochwertige Musik
angeboten hat. Deshalb wurden die jeweils besten Chorleiter, die das Budget
jeweils zuließ für die Chorarbeit verpflichtet. Dies hat sich bis heute nicht
geändert. 1938 wurde neben dem Männerchor ein zweiter Chor in gemischter
Formation gegründet. Dieser hat im Laufe der Zeit den Männerchor überlebt und
bildete das Rückgrat des Vereins. Der Verein wurde 1957 durch den damaligen Bundespräsidenten
Theodor Heuss mit der Zelterplakette für mehr als 100-jähriges Bestehen und
1998 mit der Konradin-Kreutzer-Tafel für mehr als 150 Jahre kulturelles
Engagement in der Heimatgemeinde ausgezeichnet. |
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Musikwerke mit Orchesterbegleitung ziehen sich wie ein roter
Faden durch die Vereinsgeschichte. Aus jüngerer Zeit sind folgende Aufführungen
erwähnenswert:
1998 entschloss sich die Vereinsleitung das Erscheinungsbild
des Chores wieder den Verhältnissen der heutigen Zeit anzupassen, und
gleichzeitig für jedermann sichtbar die Ziele des Chores auch im Namen zu
dokumentieren. Aus dem Liederkranz wurde der Konzertchor Herrenberg im
Liederkranz Herrenberg e.V. Durch ein neues schwungvolles Logo wurde auch das
visuelle Erscheinen des Chores vorteilhaft verändert. Diese Maßnahmen
bewirkten, dass der Konzertchor neue Mitglieder erhielt, und auch die Gründung
des Pop- und Gospelchores Voices ltd. 1999 enorm erleichterte. Der
Name Liederkranz Herrenberg e.V. wurde nun als Name des Trägervereins der
beiden Chöre verwendet. Der Chor Voices ltd. hatte bereits bei seiner Gründung über 100 aktive Sängerinnen und
Sänger von 14 - 70 Jahren. Damit stieg die Zahl der Mitglied im Trägerverein
Liederkranz Herrenberg e.V. sprunghaft an. Bereits ein Dreivierteljahr nach
ihrer Gründung stellte der junge Chor sein Können in einem ersten Konzert
unter der Leitung der sehr engagierten Dirigentin Astrid Beuth in der Stadthalle
Herrenberg mit beachtlichem Erfolg unter Beweis. 2002 wurde zunächst als Projekt der Kinderchor Ki-Cho-Bello
gegründet. Am 1.1.2003 schließlich wurde der Chor offiziell gegründet. Dabei
wurde eine Kooperation mit der Pfalzgraf-Rudolf-Grundschule in Herrenberg
eingegangen, um so auch das Singen in der Schule zu fördern. Kinder zwischen 5
und 10 Jahren singen beim Ki-Cho-Bello unter der Leitung von Silke Lange und
Kerstin Wunder begeistert mit. Um die Alterslücke bis zu den gemischten Erwachsenen-Chören
zu schließen, wurde schließlich am 1.4.2003 der Jugendchor des Vereins gegründet,
der seit 1.5.2004 den Namen No Names trägt. Dieser Chor wird von Frau Astrid
Beuth geleitet In diesem Chor singen Kinder ab der 5. Klasse mit. Nun befinden sich 4 Chöre unter dem Dach des Liederkranzes
Herrenberg e.V.. Für jedes Alter findet sich ein geeignetes sängerisches
Umfeld im Verein. |