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In der
frühren Festung Herrenberg
wurde einst der Wunsch gehegt
einen Liederkranz zu gründen
wie es einer Stadt ansteht
Und da
waren es die Männer
Vorstand Mezger, Vögele, Marz
Ehnis, Berner, Traub und Gauger
auch der Stadtbaumeister Bahr
Auch
Herr Blocher als Direktor
Zerweck, Hengel, Diez und Sauter
Andler, Rotacker. Berg und Daiber
Krayl, Böchle, Kopp und Lammerer-Schneider
Zeeb
und Ackerknecht, Unkel, Hauser
Eble, Stöffler, Khönle, Gerlach
Kienzle, Örtle, Ruthardt, Zinser
Allen sei nun hier gedacht
Da im
Sommer anno 40
Blocher dankte für den Stab
den er stets getreulich führte
schritt man zu der neuen Wahl
Diese
fiel dann wie geschrieben
auf Herrn Wörner Musikus
und er ist es auch geblieben
bis zur Fahne letzten Gruß
Doch im
Sommer 42,
als die große Hitze war
schrumpfte der Verein zusammen
auf eine kleine Sängerschar
Und die ließen es nicht fallen
was mit Mühe man errang
und im Herbst desselben Jahres
neu nun der Verein entstand
Und zum
Zeichen neuer Eintracht
wurde eine Fahn gewählt
um den Preis von 80 Gulden
wie sie seither mit uns geht
Mit
Musik und Sangesklängen
wurde dann am 1. Mai
eingeweiht die neue Fahne
auf dem schönen alten Rain
Auf der
Fahne steht geschrieben
mit der schönen goldnen Schrift
Harmonie in Lied und Leben
heut noch Sängers Wahlspruch ist
50
Jahre sind vorüber
seit dem weihevollen Akt
und wie anders wurde vieles
nun im Lauf der Zeit gemacht
Sturm
und Regen, Kriegeszeiten
hat gar viel erlebt die Fahn
deshalb auch schon lang die Sorge
für die jetzt erneute Fahn
Doch
vollendet ist die neue Fahne
kunstgerecht und schön gemacht
daß sie recht verwendet werde
darauf seien wir bedacht
Sie
wird uns vorangetragen
unsre ganze Lebenszeit
in verschiednen Lebenslagen
bald in Freuden bald im Leid
Und
zuletzt wenn unser Leben
hier auf dieser Welt bricht ab
wird uns unsre Fahne geben
noch den letzten Gruß ins Grab
Haltet
drum die Fahn in Ehren
als Simpol der Einigkeit
daß wir nie durch Zwietracht stören
Eintracht und Zufriedenheit
Kameradschaft
laßt uns üben
im ganzen schwäbschen Sängerland
Furchtlos treu den König lieben
wie das deutsche Vaterland
Daß für
uns als biedre Schwaben
auch der Spruch noch gelten mög
den aus alter Zeit wir haben
„Hie gut Württemberg allweg“
Ferdinand
Berner, 1893 |